Wie ist die Beitragsentwicklung bei der Privaten Krankenversicherung?

Ein viel zu häufig benutztes Argument gegen die privaten Krankenversicherer sind die angeblich zu hohen Beitragssteigerungen im Alter. Beitragsvorteile in jüngeren Jahren würden demnach durch Beitragssteigerungen im Alter aufgehoben. Ein Mythos, der so nicht stimmt. Der private Krankenversicherungsschutz ist eine verlässliche und solide Entscheidung für die Gegenwart und die Zukunft. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Krankenkassen haben die privaten Versicherer viele Milliarden Euro Altersrückstellungen. Und Sie können durch die Wahl eines geeigneten Tarifes Ihre eigene Beitragsstabilität mit steuern.

Vergleich: Kostenanstieg bei der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung

Richtig ist, dass es in der Vergangenheit teilweise erhebliche Beitragssteigerungen gegeben hat. Dies ist die Folge von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen und des medizinischen Fortschritts. Von diesen Kosten- und Beitragssteigerungen waren die gesetzlichen Kassen ebenfalls betroffen. Im Vergleich ist zu beachten, dass der Gesetzgeber erhebliche Zuzahlungserhöhungen und Leistungskürzungen vorgenommen hat. Gesetzlich Versicherte wurden davon schwer getroffen. Die private Krankenversicherung berühren diese Maßnahmen nicht. Eine private Krankenversicherung kann Ihre Leistungen nicht nachträglich reduzieren. Sie stehen auf der sicheren Seite.

Das älterwerden führt nicht zu steigenden Beiträgen

Die private Krankenversicherung bildet, auch durch den Gesetzgeber bestimmt, eine Vorsorge für das Alter der Versicherten. Im Beitrag sind Altersrückstellungen enthalten. Jüngere Mitglieder zahlen daher effektiv mehr, als es für das gegenwärtige Gesundheitsrisiko angemessen wäre. Zusätzlich kann der Versicherte über spezielle Tarife weitere Rückstellungen Treffen. Diese Altersrückstellungen werden verzinslich angelegt und bei steigendem Krankheitsrisiko im Alter langsam aufgelöst. Um zukünftige Kostensteigerungen besser abfangen zu können, wird seit dem 1.1.2000, als zusätzliche Sicherungsmaßnahme des Gesetzgebers, bei allen Neuversicherten zusätzlich ein 10-prozentiger Zuschlag erhoben, der den Altersrückstellungen zugeführt wird. Ab dem 61. Lebensjahr entfällt der Zuschlag und der Beitrag wird somit um 10% verringert. Durch die Bildung der Altersrückstellung führt das älterwerden des
Versicherten somit nicht zu steigenden Beiträgen.

Und außerdem: Tarifwechsel zur Kostensenkung jederzeit möglich

Wenn Sie beispielsweise. aufgrund einer unerwartet niedrigen Rente im Ruhestand sparen wollen, bieten sich mehrere Möglichkeiten. Sie können in einen preisgünstigeren Tarif wechseln oder bestimmte Leistungen reduzieren (z.B. Zweibettzimmer statt Einbettzimmer, bzw. keine Chefarztbehandlung mehr) oder sogar Ihren Selbstbehalt erhöhen. Ab dem 65. Lebensjahr können Sie auch in den sogenannten Standardtarif wechseln, der mindestens die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse bietet und maximal soviel wie der durchschnittliche Höchstbetrag der gesetzlichen Krankenkasse kosten darf. Die angesammelten Altersrückstellungen werden voll angerechnet und vermindern den Beitrag entsprechend.